Backstein

Als ältester Mauerstein ist der Backstein auch heute noch in Verwendung.

Denn in Sachen Hausbau bietet er viele Vorteile wie eine hohe Langlebigkeit und optimalen Wärmeschutz. Als keramischer Werkstoff wird er aus tonhaltigem Lehm gebrannt. Um den daraus entstandenen Ziegel verwenden zu können, wird er mit Mörtel zum Mauerwerk gefügt. Nach Jahrtausenden der Ziegelsteinherstellung nach dem gleichen Prinzip, nämlich dem der Handstrichziegel, indem ein von Hand geformter Ziegel nach Pressung und Trocknung an der Luft auf einen Meiler aufgeschichtet wurde, gilt seit der Industrialisierung die mechanisierte Herstellung als Standard.

Dass dies auch nötig war, beweist der Bedarf an Millionen Ziegeln für Gebäude. Schon zu dieser Zeit wurden Backsteine nach ihrer Härtungsmethode eingeteilt. Bei der Lufttrocknung werden diese nicht gebrannt, sondern über eine längere Zeit an der Luft getrocknet, was jedoch zur Folge hat, dass sie leicht wieder aufweichen können. Weichgebrannte Ziegel dagegen werden im Brennofen gebacken, sind jedoch auch nicht besonders witterungsbeständig und werden daher hauptsächlich im Innenbereich verwendet. Für den Außenbereich verwendet man daher meist nur den hartgebrannten Ziegel, bei dem die Härte und Dichte durch höhere Temperaturen bei der Brennung größer ist. Als tragendes Mauerwerk werden anstatt der traditionellen kleinformatigen Ziegel heute bevorzugt die sogenannten Lochziegel eingesetzt, da diese in der Wärmedämmung und -leitung bessere Eigenschaften besitzen. Formen und Farben von Backsteinen waren seit je her vielfältig: Von weiß glasierten bis zu anthrazit durchgefärbten Steinen.